Ottos Biografie

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Der ostfriesische Sänger, Musiker und Songschreiber Otto Groote wurde am 12. Oktober 1957 in Ostrhauderfehn geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend.

Inspiriert durch die deutsche Folkmusik der 70er und 80er Jahre setzte er sich einige Jahre intensiv mit dieser Musikrichtung auseinander. Bis Ende der achtziger Jahre spielte er solo oder in verschiedenen Folkformationen. Danach beschäftigte sich Otto Groote zunächst mehrere Jahre mit bildender Kunst, um dann wieder an seine früheren Erfahrungen mit der Folkmusik anzuknüpfen. Jedoch sang er seine Lieder nicht wieder in Hochdeutsch, sondern in seiner Muttersprache, dem Plattdeutschen. Darüber hinaus war er nicht mehr nur Interpret, sondern begann eigene Texte zu schreiben und zu vertonen.

Besonders bemerkenswert ist seine warme, charismatische und lebendige Stimme. In seinen Liedern haben leise, melancholische Töne ebenso ihren Platz, wie lebhafte, eingängige Melodien, mit denen Groote seiner ganzen Vitalität, Freude und Liebe am Leben Ausdruck verleiht.

Seine poetischen, zeitgenössischen Texte kommen zuweilen romantisch daher, sind jedoch nicht im „Elfenbeinturm“ entstanden,  sondern sprechen den Hörer (ohne Volkstümelei) mit seinen Sehnsüchten und Bedürfnissen unmittelbar an.

Otto Groote ist plattdeutscher Mundartsänger mit einem engen Bezug zu seiner Heimat und der norddeutschen Region. Diese Verbundenheit wird durch die zahlreichen Vertonungen von Gedichten plattdeutscher Lyriker eindrucksvoll unterstrichen. Die Sprache in seinen Liedern ist nicht im umgangssprachlichen Platt verfasst.

Die Vielfältigkeit der plattdeutschen Sprache, die sich teilweise von Ort zu Ort unterscheidet, ist darüber hinaus noch vielen Einflüssen durch das Hochdeutsche ausgesetzt. Groote bemüht sich darum, im Dichterplatt zu singen und auch nicht häufig gebrauchte Wörter in seine Lyrik einzubinden. So kommt es, dass die Texte von Groote häufig auch für Plattdeutsch Sprechende nicht leicht zugänglich sind. Er fühlt sich der Plattdeutschen Sprache so verpflichtet, dass er auch auf Kosten der schnellen Verständlichkeit auf Vereinfachungen verzichtet.

Otto Groote ist verwurzelt in der norddeutschen Folkmusik, wirft aber immer wieder einen Blick in andere musikalische Welten. Beleg dafür sind seine kongenialen Übersetzungen und Interpretationen von Liedern aus dem angelsächsischen Sprachraum. Sehr beeindruckt haben ihn unter anderem die ausdruckstarken, poetischen Lieder eines Dougie McLean und die gesellschaftskritischen Songs des amerikanischen Songwriters Si Kahn. Deutliche Spuren hat sein großes gesangliches Vorbild, der Schotte Ian McKintosh, bei ihm hinterlassen. Ohne das Groote McKintosh kopieren würde.

Innerhalb kürzester Zeit hat Otto Groote sich in der norddeutschen Kleinkunstszene einen Namen gemacht und ist zur festen Größe auf vielen Klub- und Theaterbühnen Norddeutschlands geworden. Seine Teilnahme beim traditionell ältesten Radiokonzert der Welt, dem „Hamburger Hafenkonzert“, im Jahre 2007 bot ihm die Möglichkeit sich einem breiten Publikum vorzustellen.

Die sprachliche Verwandtschaft des Plattdeutschen zum Groninger Platt führte zu ersten Auftritten in den Niederlanden und bewirkte eine erstaunliche Präsenz im niederländischen Rundfunk. Die Teilnahme an einer Musikshow im Niederländischen Fernsehen beim Sender RTV Noord am 1. Weihnachtstag 2007 ist ein absolutes Novum.

Trotz seiner zahlreichen Auftritte gleicht kein Konzert dem anderen. Otto Groote weiß sein Publikum mit seiner unverwechselbaren Stimme und seiner lockeren, leichten Art immer wieder in seinen Bann zu ziehen. Als Geschichtenerzähler erhebt er nie den moralischen Zeigefinger, sondern interpretiert seine Themen oft auch mit einem Augenzwinkern und nimmt zuweilen eine leicht ironische Distanz zu sich selbst ein. Bei dieser leichten, lockeren Art der Präsentation, ergänzen sich die Musiker des Otto Groote Ensembles hervorragend.

Nach dem Erscheinen seiner Debüt-CD „In’t blaue Lücht van d’ Nörden“ im Jahr 2006 brachte Groote schon im Jahr 2007 seine zweite CD „De Tied steiht still“ heraus. Kurz nach Erscheinen begann die Arbeit an der dritten CD.

In den letzten Jahren hat Groote sich weg von der klassischen Liedermacherarbeit (Solo mit Gitarre) hin zur Ensemblearbeit entwickelt. Deutlich wird das an der intensiven Zusammenarbeit mit seinen beiden Musikerkollegen Matthias Malcher (Gitarre, Banjo, Gesang) und Ralf Strotmann (Bass, Percussions, Gesang).

Matthias Malcher ist nicht nur der Produzent von Otto Groote, sondern überdies auch noch ein  hervorragender Banjo- und Gitarrenspieler mit einem klangvollen Namen in der norddeutschen Folkszene. Der Percussionist und Bassist Ralf Strotmann komplettiert mit seinem hervorragenden Spiel und seiner Musikalität das Ensemble.

Beide Musiker sind heute nicht nur wegen ihres instrumentalen Beitrages, sondern auch wegen ihrer Gesangsbegleitung im Ensemble nicht mehr wegzudenken. Zusammen entfaltet der dreistimmige Satzgesang des Ensembles einen Zauber, der an eine norddeutsche Ausgabe der Eagles erinnert. Alle die einmal die Gelegenheit haben ein Konzert zu besuchen, werden sofort allen drei Musikern anmerken, mit welchem Enthusiasmus und Spaß sie bei der Sache sind.

Ergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit des Otto Groote Ensembles ist die CD „De Tied steiht still“.

Autor: Peter Mioch

   
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