Einige Gedanken zu Otto Groote von Matthias Malcher

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Im Sommer 2004 sah ich ihn zum ersten Mal- bei der traditionellen Folk-Session in Venne. Zunächst fiel mir als altem Gitarrensammler der graue Koffer auf, in dem bekanntlich die herrlichen Martin-Gitarren der 60er und 70er Jahre ausgeliefert wurden.

Dann begann er in seiner friesischen Muttersprache zu singen ..., unaufdringlich aber selbstbewusst, nichts Altbekanntes, und die Qualität erstaunlich, durchaus in der Liga von Debus, Cornelius, Wader ...

Otto Groote gelang an diesem Abend, was ihm eigentlich bei jedem seiner Konzertabende gelingt: Auf unverwechselbare Weise zieht er die Zuhörer in seinen Bann.

Er webt ein dichtes atmosphärisches Netz aus plattdeutscher Lyrik, frischer eigener Interpretation und filigranem Gitarrenspiel.

Kompetentes Schreiben und Vertonen paart sich mit der Magie einer Stimme, die sich auf Anhieb und mühelos auf der Landkarte der nationalen Folk- und Kulturszene platziert.

Sei es ein friesischer Abend mit Tee oder Grog, sei es ein Kulturfrühschoppen vor 20 oder ein Konzert vor 500 Gästen- ein Abend mit Otto Groote hinterlässt einen tiefen Eindruck. Schon jetzt wird die in Arbeit befindliche Debut-CD von Fans und Medienprofis heiß erwartet.

Das Publikum hatte in diesem Zusammenhang oft eine ganze Produktpalette erwartet und erkennt ungläubig: Dieser Mann ist neu! Den sehen wir hier am Anfang einer viel versprechenden Laufbahn.

Otto Groote versteht es, seine Zuhörer über alte und neue Themen, mundartliche Tradition und Neuschöpfung auf eine eigene Weise zu faszinieren, zu ”erden”, wie er es selbst bezeichnet. Er schreibt authentische Lyrik seiner norddeutschen Heimat und Mundart, übersetzt alte Weisen kongenial und kooperiert mit zeitgenössischen Lyrikern, deren Werke er vertont.

Dies alles als begnadeter Sänger und Gitarrist vereinen sich in Otto Groote multiple Gaben zu einem Ausnahmekünstler ersten Ranges.

Autor: Matthias Malcher am 08.08.2005

   
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