Veranstaltungshinweis: Das ursprünglich am 17. August in Stapelfeld geplante Konzert Lieblingslieder mit Martin Czech wurde auf den 16. August verlegt!

 

Im Jahre 2005 schrieb ich, ohne große Ambitionen, meinen ersten Song. Meine musikalischen Vorlieben lagen schon immer im Bereich Singer/Songwriter. So ist es nicht verwunderlich, dass ich mich an einem Folk-Song versucht habe.
Meine Muttersprache ist Plattdeutsch und ich hatte Lust, diese Sprache für einen Liedtext zu nutzen. Der Klang meiner ostfriesisch-plattdeutschen Muttersprache ist verwandt mit vielen  Sprachen entlang der Nordseeküste. Daraus ergibt sich dann wohl auch, dass meine - oder besser unsere Songs ein wenig an irische, schottische – oder skandinavische Folksongs erinnern. Thematisch sind die Lieder naturgemäß eher im deutschen Norden – und oft am Meer verortet.
Ich sage unsere Lieder, weil  nach der ersten CD „In't blaue Lücht van d' Nörden“, die ich noch alleine verantwortete, die weiteren CDs allesamt Bandproduktionen waren.
2007 haben Matthias Malcher, Ralf Strotmann und ich, das „Otto Groote Ensemble“ gegründet. Seither entwickeln wir unsere Lieder gemeinsam, auch wenn jeder in der Band seinen Schwerpunkt in der gemeinsamen  Arbeit hat. Ralf, unser Bassist und Harmoniesänger, ist der Mann für die Rhythmik und ein hervorragender Arrangeur für unsere Gesangssätze.
Matthias ist der Gitarrist, Banjospieler und Harmoniesänger in unserer Formation. Ohne seine Arbeit als Produzent und Soundmann im Studio wären die vier CDs, die wir bis jetzt gemacht haben, nie entstanden. Seit einiger Zeit steuert  Matthias auch noch einen Teil der Texte für die Lieder bei.
Mich kann man wohl ganz klassisch als Singer/Songwriter bezeichnen. Ich bin zuständig für Gesang, Gitarre, Songauswahl und das Lieder machen.  
War mir am Anfang nicht klar, was ich mit meinem Tun eigentlich erreichen wollte, so weiß ich es heute umso besser. Die Musik gibt mir die Möglichkeit mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ich sonst sicher nie treffen würde. Zusammen mit meinen Kollegen kann ich musikalische Ideen entwickeln und umsetzen.  Mit dem Liedermachen, Gitarrenspiel und meinem Gesang erfülle ich mir mein starkes Bedürfnis nach kreativem Tun und bin dabei eigentlich immer auf der Suche nach Wahrhaftigkeit. Wenn ich einen Song singe, will ich das so ehrlich wie es mir möglich ist machen. Ein Sänger kann mit seiner Stimme auf viele technische Mittel zurückgreifen und die Art der Interpretation  kann Inhalte auf den Kopf stellen. Ich singe eigentlich immer nur den Song. Mit gebührender Distanz und ohne artifizieller Stimmtechnik. Ich mag besonders die einfachen, „ehrlichen“ Lieder. Die einem mit einem klaren Bild und einer einfachen Melodie berühren. Die plattdeutsche Sprache war – und ist für diese Art von Liedern ein sehr geeignetes Mittel. Ein Lied in hochdeutscher Sprache stellt ganz andere Anforderungen. Über die ersten Aufnahmen unserer neuen Songs war ich erstaunt.  Sehr befremdet stellte ich fest, dass ich meinen Gesang auf Hochdeutsch als gekünstelt empfand. Erst nach langer und konzentrierter Arbeit ist es mir gelungen, den Liedern einen eigenen Klang zu geben. Soll heißen: Ich konnte mich in der Art des Singens irgendwann wieder selber erkennen.
Zwischen den  Liedern auf Hochdeutsch und den plattdeutschen Songs ist für mich nun kein Bruch mehr. Auch wenn sie sich naturgemäß unterscheiden. Ein Text auf Hochdeutsch malt auf eine andere Art ein Bild als ein Text auf Platt. Mit den Songs von unserer CD „ Stein aus Gold“ haben wir, so denke ich, unsere Palette sehr gut erweitert.

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